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Familiengerichte im Aargau

Gemeinsames Sorgerecht - Änderungen

Nachdenken über Leben und Lebensentscheide

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Der Aargau hat am Abstimmungs-Sonntag vom 11. März 2012 der Einrichtung von Familiengerichten zugestimmt, welche ab Januar 2013 implementiert werden.
Diese Unterseite wird die Entwicklung der neuen Gerichte verfolgen und laufend darüber Bericht erstatten. Die Dauer für ein einigermassen gutes Funktionieren der Familiengerichte zieht sich ebenso in die Länge, wie die Neuorganisation der Staatsanwaltschaften und die Neueinführung von Schulleitungen. Die Vorbereitung solcher Reorganisationen am grünen Tisch ist eine schwierige Sache.

Was jetzt - Mitte Jahr 2013 - schon klar ist: Es nicht mehr möglich eine grosse Gesetzesreform durchzuführen, ohne zuerst mal alle Beteiligten und deren Klientel zu verärgern. Auf alle Fälle wären die Familiengerichte und -beratungsstellen gut beraten, eine Zusammenarbeit mit MediatorInnen zu suchen, um die Überlastungen abbauen zu helfen.

Im Ausland gibt es bereits seit langem Familiengerichte, z.B. in Berlin, der Aargau hätte das Rad nicht neu erfinden müssen:
Hier ein YouTube-Video vom Mediations-Kongress 2010 in Berlin, es dauert 36 Min. ab der 28. Minute hat es eine kurze Sequenz zu Familiengerichten, deren Notwendigkeit und Tipps zur Organisation.


Gemeinsames Sorgerecht: Prozessflut?

NZZ am Sonntag vom 06.04.2014
Anwälte rechnen mit Prozessflut

Ab 1. Juli 2014 gilt das neue Sorgerecht für Kinder – viel Streit unter Eltern ist absehbar

Eltern können ab Juli die gemeinsame Sorge gegen den Willen des ehemaligen Partners beantragen. Die neue Lösung wird Behörden und Gerichte stark belasten.
Von Katharina Bracher
Expertengruppen auf kantonaler und nationaler Ebene versuchen sich derzeit über die Umsetzung des Wortlauts im neuen Gesetz und die Zuständigkeiten einig zu werden. Klar ist, dass mit der gemeinsamen elterlichen Sorge als Regelfall die Streitigkeiten eher zu- als abnehmen werden.

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Aufgaben der Familiengerichte


Es geht um delikate Entscheide beim neuen Schutzrecht für Kinder und Erwachsene: Bei Scheidungen etwa um die Frage, wer das Sorgerecht für die Kinder bekommt und wie der Unterhalt geregelt wird. Mit dem fürsorgerischen Freiheitsentzug - neu fürsorgerische Unterbringung - wird entschieden, wann eine Person in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Die neuen Richterinnen und Richter müssen Vaterschaftsprozesse beurteilen und Beistände für nicht handlungsfähige Personen bestimmen. Dabei kann es sich um Kleinkinder handeln, um alte Menschen mit Demenz oder um Personen, die durch Unfall oder Krankheit ihre Urteilskraft verloren haben. Neu gibt es die Patientenverfügung, mit der jeder Mensch im Voraus festlegen kann, wie lange die Pflege in einem lebensbedrohlichen Zustand verlängert werden soll.

Aus az, 18.2.2014



Behördengerangel anstatt Kindeswohl


Stephan Preisch, Präs. Aargauer Berufsbeistände

Ende Oktober 2013: źDie Berufsbeistände haben nun gespürt, dass die Familiengerichte bestrebt sind, ihr Bestes zu geben.╗

Noch im Oktober 2013 meinte Stephan Preisch, dass sich die Probleme lösen könnten, heute - zweieinhalb Monate - später ist er nicht mehr so zuversichtlich:
«Oft dauert es monatelang, bis ein Entscheid gefällt wird» meint er heute, am 18. Februar 2014, in der az:

"Kinder müssen auf ihr «Urteil» warten", stellt Preisch fest.

Schutzrecht - Neue Familiengerichte im Aargau sind ein Jahr nach dem Start massiv im Rückstand

von Hans Lüthi

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az 28.10.2013

Berufsbeistände
Recht - Bei den neuen Familiengerichten läuft noch nicht alles wie geplant, das strapaziert die Nerven der Berufsbeistände
von Aline Wüst

"Mutter und Vater wollen Weihnachten mit ihrer sechsjährigen Tochter Leila feiern. Das geht nicht. Die beiden sind getrennt, gemeinsam zu feiern ist zurzeit undenkbar. Der Berufsbeistand versucht zu vermitteln. Die Eltern bleiben stur. Es braucht eine Lösung."

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Berufsbeistände und Berufsbeiständinnen betreuen Personen in allen Lebensbereichen, in denen diese nicht selbstständig handeln können. Sie vertreten ihre Klienten gegenüber Dritten und Behörden. Es gibt neben den professionellen Berufsbeiständen auch private Mandatsträger.




Erwachsenenschutz

Artikel im Beobachter vom 12. Juli 2013

Alles neu – und vieles im Argen

Die ehemaligen Vormundschaftsbehörden sind seit Anfang Jahr neu geregelt. Der Umbau führt zur Überlastung der Ämter – und zu Missmut bei der Bevölkerung

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Gerichte greifen nicht auf Mediation zurück

Tages-Anzeiger vom 28. Januar 2013

Richter sehen Mediation als Konkurrenz

Statt sich vor Gericht zu streiten, können Privatpersonen vor dem Richter auch eine Mediation beantragen. Doch bislang machen nur wenige von dieser Möglichkeit Gebrauch. Auch weil die Gerichte sie kaum empfehlen.

von Andrea Fischer


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Wirksamkeit von Mediation

Im Jahre 2003 hat Victoria Ceasar ihre Dissertation an der Uni Köln vorgestellt. Sie trägt den Titel Verbreitung, Umsetzungspraxis und Wirksamkeit von Peer Mediaton im Kontext schulischer Gewaltprävention. In den ersten 78 Seiten ihrer Diss rekapituliert Ceasar die bisherigen Erkenntisse zur Medation, auch zur Familienmediation.

Zitat von Ceasar über einige Unterschiede zwischen mediativem und juristischem Verfahren auf der Seite 59:

"Der grösste Unterschied zwischen Mediation und Rechtsverfahren kann m.E. ... in der motivationalen Ausgangslage der Kontrahent/innen gesehen werden. Während in juristischen Verfahren die Positionen der Kontrahent/innen im Vordergrund stehen, sind in der Mediation die Interessen und Bedürfnisse der Konfliktparteien Gegenstand der Betrachtung, und während die Suche nach der Schuld eine juristische Zielsetzung sein kann, geht es in der Mediation um das Auffinden von konsensfähigen Lösungen."

Die Familiengerichte und -Beratungsstellen sind gut beraten, sich die oben angeführten Erkenntnisse zu Herzen zu nehmen bei der Umsetzung der Neuorganisation und hoch konflikthafte Fälle möglichst an die Mediation abzugeben. Dies ist bis jetzt nicht der Fall. Sie beklagen sich lieber über die grosse Geschäftslast.

5 Verhandlungs-Grundsätze gemäss Harvard-Konzept in DissCeasar, S. 64

- 1. Feilschen Sie nicht um Positionen!
- 2. Trennen Sie die Menschen von den Problemen!
- 3. Stellen Sie Interessen, nicht Positionen in den Mittelpunkt!
- 4. Generieren Sie ein Bündel von akzeptablen Lösungsmöglichkeiten!
- 5. Bestehen Sie auf der objektiven Überprufbarkeit der Entscheidungenskriterien!


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Team der JFB in Muri,

Heidi Baumgartner, Noemi Friedli, Peter Wiederkehr und Karin Mooses

Sonntag, 11. November 2012

Die Jugend-, Ehe- und Familienberatung (JFB) des Bezirks Muri stellt sich auf grosse Veränderungen ein:

Mit der Schaffung der Familiengerichte erfolgt auch eine Neuorientierung in den Beratungsstellen

Artikel von Eddy Schambron

Mit der Neuschaffung der Familiengerichte und der Einführung des gemeinsamen elterlichen Sorgerechts geht ein wesentlicher Umbruch für die Jugend-, Ehe- und Familienberatungsstellen einher. Davon ist Peter Wiederkehr, Leiter der Beratungsstelle im Bezirk Muri, überzeugt. Da die personellen Ressourcen kaum ausgebaut werden, «wird es zu grossen Veränderungen bei der Schwerpunktsetzung in den Beratungsstellen kommen».

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