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MEDIATIONSPRAXIS: GESCHICHTEN - RÜCKMELDUNGEN

Erfahrungen:
Wie verschiedentlich ausgeführt, wird erwartet, dass sich die KlientInnen gegenüber ihrer/m Ex-Partner/in fair verhalten, dies gilt aber auch gegenüber der Mediatorin. Viele Familien haben finanzielle Probleme, die Finanzen sind in den Sitzungen ein wichtiges Thema.
Trotzdem kann die Mediatorin nicht auf die Bezahlung der Rechnungen verzichten. Wer die Dienstleistung der Mediatorin und die Rechnungstellung in Frage stellt bzw. die Honorar-Rechnungen ohne Rückmeldung kürzt, hat das Fairness-Gebot verletzt und das Vertrauen der Mediatorin verloren. Die Mediatorin kündigt das Auftragsverhältnis, die MediandInnen müssen sich eine neue Begleitperson suchen.


Feedbacks:
Von Personen in einer schwierigen Situation wie familiären Problemen, Trennung und Scheidung sind Feedbacks nicht leicht zu bekommen, eine Qualitätssicherung ist schwierig. Seit 2009 werden aber Paare immer wieder um Rückmeldungen gebeten. Viele Betroffene wollen keine Auskunft geben und sind froh, wenn sie ihre Situation bereinigen können und ihr Leben möglichst schnell wieder auf die Reihe kriegen.
Hier trotzdem - ohne Inhalte - einige Ausschnitte vom Ablauf der Fälle:


Juni 2017: H+K aus S kamen im Jahre 2010 nach fast 30 Jahren Ehe für die Scheidung in die Mediation, im Jahre 2011 wurden sie geschieden. Klientin K braucht nun Informationen, wie lange ihr Ehemann H die vereinbarten und vom Gericht genehmigten Alimente bezahlen muss. K lebt seit 5 Jahren im Konkubinat, deshalb hat H die Zahlungen eingestellt:

Frau K und Herr H haben eine traditionelle Ehe geführt, K hat die drei Mädchen aufgezogen und später einen Teilzeiterwerb aufgenommen. Die ausgehandelte Rente legt K für die Altersvorsorge auf die Seite. H stoppt nach 6 Jahren die Zahlungen, die Mediatorin klärt K über die Rechtslage auf und rät der Klientin, die Alimente der Einfachheit halber auf dem Betreibungsweg einzuholen. Die Klientin hat etwelche Skrupel so vorzugehen, auch wegen der Kinder. Sie macht es schlussendlich doch. Die Rückfrage bei der Klientin ergibt, dass sie die Rente jetzt wieder erhält.


Dezember 2015:
Frau und Mutter KS über 40ig aus D erkennt die Notwendigkeit , mit ihrer Mutter ins Reine zu kommen

KS kommt in eine Erstberatung, um das heikle und angsteinflössende Gespräch mit Ihrer Mutter vorzubereiten. Die Sitzung mit der Mutter ist denn auch nicht einfach und schmerzhaft für Beide. Zum ersten Mal in beider Leben haben sie sich Dinge erzählt, welche die andere Person noch nie gehört hatte.



September 2015: Erleichterte Ehefrau aus V, glücklich geschieden, per SMS

"Grüezi Frau Kuhn, 25 Minuten (am Gericht - Anm. Verf.) und wir sind per sofort rechtskräftig geschieden, da beide einverstanden waren. Vielen Dank für alles, liebe Grüsse NN"

Damit geht eine über 30 Jahre dauernde Ehe zu Ende, der Riesenaufwand - sozialversicherungs- und vermögensrechtlich - hat sich gelohnt, da am Gericht keine Schwierigkeiten auftraten.



Februar 2015: Ehepaar aus D. in der Scheidung, Aussage an der Sitzung:

Ehemann: "Frau Kuhn, sie hören mir nicht zu und unterhalten sich nur mit meiner Frau."

Die Mediatorin bittet den Mediand um Verzeihung und verspricht, sich zu bessern. Leider handelt es sich um eine derjenigen Personen, welche die versandten Unterlagen nicht lesen und sich nicht mit ihrer Situation auseinandersetzen. Ihre Strategie ist, die andern zu beschuldigen und sich als Opfer darzustellen. Es ist eine Herausforderung, mit solchen Personen einen gangbaren Weg zu finden, denn in der Mediation wird weder mit Schuldgefühlen noch mit Vorwürfen gearbeitet. Eine negative Aussage wird umgedeutet, im Englischen heisst dies --> Reframing. Lesen Sie hier, ob Frauen und Männer unterschiedlich mit Fehlern umgehen und wie Sie zu einer besseren Fehlerkultur finden.

Tatsächlich war mit diesem Klient keine Besserung möglich, die Mediatorin musste die Zusammenarbeit mit ihm beenden. Er hat sowohl der Mediatorin wie auch seiner zu scheidenden Ehefrau nur noch Misstrauen entgegengebracht und den guten Ablauf sabotiert. Übertrieben misstrauische Personen deuten oft "freundliche Handlungen und Äusserungen anderer als feindlich oder verächtlich", sagt der Psychiater und Psycholog Claus Buddeberg, emeritierter Professor aus Zürich, im Tagi, 13.8.2016, S. 39. Der Psychiater charakterisiert solche Leute als "unfähig zur Selbsterkenntnis und (, sie) schieben die Schuld für ihre Probleme und Misserfolge immer auf andere ab", (Tagi, 13.8.2016, S. 39).

Buddeberg führt weiter aus, dass Familienmitglieder und Freunde nur zwei Möglichkeiten haben: sich zu unterwerfen oder das Weite zu suchen. Seine damals 57jährige Ehefrau hat die zweite Möglichkeit gewählt, sie hat sich scheiden lassen.

In der ganzen Geschichte von mediation margrit kuhn mit gut 400 Klienten ist dies der 3. Klient mit dem die Zusammenarbeit abgebrochen wurde. Bei den weit über 400 Klientinnen - mehr Frauen als Männer kommen in die Rechtsberatung oder verbleiben bei der Mediatorin in der Rechtsberatung, wenn der Ehemann nicht kooperiert - ist es zweimal vorgekommen.




Februar 2014: Geschiedener Ehemann aus V. per Mail:
"Sehr geehrte Frau Kuhn, ich bedanke mich bei Ihnen für die Begleitung in der Findung eines gemeinsamen Weges bei unserer Scheidung. Ich denke, es ist wichtig, eine neutrale Drittperson dabei zu haben, damit die Gespräche zielführend sind."



Februar 2014: Vor einigen Jahren geschiedener Klient aus K. in der Nachbereitung zur Scheidung
"Grüezi Frau Kuhn, Besten Dank für das Beratungsgespräch und die Tipps. Sie sind meine Anliegen unkompliziert und sehr persönlich aber trotzdem sachlich angegangen. Ich fühlte mich ernst genommen und es hat mir viel gebracht. Gerne kontaktiere ich Sie wieder, sollte es wider Erwarten Probleme geben."

Die Exfrau macht diesem Klienten immer noch das Leben schwer. Er kam in die Rechtsberatung, um seine Erkenntnisse aus der eigenen Internetrecherche mit der Mediatorin zu besprechen und zu überprüfen. Auf diese Weise war er gut vorbereitet, um den Vorhaltungen seiner Ex einen Riegel zu schieben.



Februar 2014: Unzufriedene Ehefrau am Telefon
"Ich begreife nicht, wie Sie uns in unserer angespannten Situation nicht unentgeltlich durch unsere Krise begleiten können."

Wie auf der Frontpage beschrieben, kann die Mediatorin nicht auf die Bezahlung ihrer Dienstleistungen verzichten, da die Mediation im Aargau nicht untersützt wird. Insbesondere Leute mit wenig finanziellen Mitteln haben somit keinen Zugang zur Mediation.


Januar 2014: Zufriedene Ehefrau aus K. an der Abschluss-Sitzung der Scheidungsvorbereitung:
"Frau Kuhn, mir hat ihre Art, uns auf gleicher Augenhöhe zu begegnen, sehr gut gefallen. Das war für mich eine neue Erfahrung und richtig entlastend."



September 2013: Ehemann aus L. seit Längerem getrennt
"Hallo Frau Kuhn, wir haben schon Verschiedenes ausprobiert, u.a. auch eine Mediation. Diese hat insbesondere mich nicht zufrieden gestellt hat. Jetzt wollen wir zu einem Ende kommen, Sie wurden uns empfohlen, können wir einen Termin abmachen?"

Die Mediatorin nimmt die Herausforderung an. Nach den Ferien kommt dieses Paar an die erste Sitzung.


Juli 2013: Interessierter Ehemann aus M.
"Werte Frau Kuhn, besten Dank für das ausführliche Gespräch am Telefon. Insbesondere auch der Hinweis auf die Website hat mir sehr geholfen.
Für unsere Trennung wäre es sicher sehr gut, eine Mediation zu machen."

Dieses Ehepaar hat sich inzwischen für eine Mediation entschieden und fängt in den nächsten Tagen mit den Sitzungen an.



Januar 2013: Geschiedene aus V.
"Sehr geehrte Frau Kuhn, Danke der Nachfrage, mit Ihrer Dienstleistung war ich zufrieden. Gut finde ich, dass Sie in verschiedenen Sprachen arbeiten können."

Auch dieser Fall hatte einen Auslandbezug, für die beiden Betroffenen ist die Sache einigermassen glimpflich verlaufen.



Mai 2012: Familienangehörige Z. aus N.
"Werte Frau Kuhn, besten Dank für Ihre Bemühungen, wir sind jedoch derart zerstritten, dass ich keine Lösung sehe für die Beilegung unsere Streitigkeiten."

Bei dieser Familie, in Erbstreitigkeiten verwickelt, war der Vertrauensverlust unter den Geschwistern nicht mehr aufzuheben, der Konflikt schwelt seit Jahren und die Bereitschaft zur Versöhnung ist nicht vorhanden.
(S. die Gedanken [68 KB] , welche sich die Mediatorin dazu gemacht hat).



22. Februar 2012: Ehefrau aus D. nach der Trennungs-Verhandlung
"Liebe Frau Kuhn, die Gerichtsverhandlung ging zügig vorbei. Mit Ihrer Dienstleistung war ich zufrieden, na ja ein bisschen teuer fand ich es schon."

Dieser Fall hatte einen Auslandsbezug, was die Sache verkompliziert und dementsprechend verteuert hat.



11. Februar 2012: Frisch geschiedener Ehemann aus K. per SMS
"Hallo Margrit, hatten kürzlich unseren Temin beim Gericht, ist alles gut gegangen, nur kleine Abänderungen an der Konvention. Ich schicke dir eine Kopie der Scheidungspapiere zum Vergleich."

Dieses Paar war aus dem Bekanntenkreis der Mediatorin, was heikel ist. Die Scheidung war zwar anspruchsvoll, die Scheidungswilligen jedoch nicht kompliziert, so dass es keine Probleme gab.



18. August 2011: Ehemann aus D. bei der Anmeldung zum Erstgespräch am Telefon
"Bin ich bei Ihnen richtig für eine Scheidungskonvention? Wir sind seit zweieinhalb Jahren getrennt und möchten nun die Scheidung."

Die Mediatorin kann dem Ehemann versichern, dass er in der Mediation nach so langer Trennung Zeit und Geld sparen wird, wenn keine Emotionen mehr im Spiel sind, kann die Konvention schnell ausgehandelt werden.



17. August 2011: Ehemann aus H. nach der Gerichtsverhandlung per SMS
"Geehrte Frau Kuhn, es ging fast alles gut ausser einer Genehmigung für das 3a-Konto, die wir noch beibringen müssen, schöne Grüsse K.B."



Mitte August 2011: Ehemann aus K. nach dem Erstgespräch per SMS:
"Liebe Frau Kuhn, wir haben uns nun doch für eine 2jährige Trennungszeit entschieden, es ist nicht möglich, nach einer 20jährigen Ehe auf die Schnelle weitreichende Entscheide zu fällen."



13. August 2011: Unzufriedene Klientin S. aus Z. per Mail
"Jetzt haben wir so lange miteinander gesprochen und ich weiss immer noch nicht, wie es bei mir weitergehen soll!"

Diese Klientin ist bedauerlicherweise nicht in der Lage, eigenverantwortlich zu handeln und erwartet die Lösung ihrer Probleme von andern Personen. Sie ist in der Mediation am falschen Ort.



Aufgrund der Akten konnte beiden nachfolgenden Klientinnen Auskunft gegeben werden über die Chancen und Risiken von erneuten gerichtlichen Verfahren:
Anfang August 2011: Klientin aus dem Jahre 2004 per Mail
"Ich habe eine Vorladung von einem Gericht erhalten, mein Ex-Mann hat eine Abänderungsklage eingereicht, um den Unterhaltsbeitrag herabsetzen zu lassen."
Ende Juli 2011: Klientin aus dem Jahre 2001 per Mail
"Bitte schicken Sie mir die Scheidungskonvention nochmals zu, mein Ex-Mann und ich haben eine Differenz, die wir gerne bereinigen möchten."



Ende Mai 2011: Eheleute anlässlich des Abschlussgesprächs
Jahre 2010/2011, Ehepaar H+K aus S kommt nach 30 Jahren Ehe in die Scheidungs-Mediation
Nach der Scheidung schicken sie folgendes Feedback -
Ehefrau: "Ich bin sehr traurig über die Scheidung, von meiner Seite her gab es keine Probleme, die mein Mann und ich nicht hätten lösen können. Die Mediation fand ich aber gut und ich werde sie, Frau Kuhn, weiterempfehlen."
Ehemann: "Wir haben uns auseinandergelebt, es hat halt einfach nicht gehalten. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen Frau Kuhn für die erfolgreiche Mediation."



Mitte März 2011: Ehemann in der Einzelsitzung
"Im Eheschutzverfahren am Gericht hat mich die Richterin schlecht behandelt, sie war auf der Seite der Frau und hat mir nach 'Schema F' finanziell die Hauptlast aufgebürdet ohne unsere Situation genauer anzuschauen."
Dies war für mich sehr sehr verletztend."



Mitte September 2010: Ehefrau im Abschlussgespräch der Rechtsberatung
"Sie haben mir sehr viel Mut gegeben, den ich hoffentlich auch in Zukunft behalten kann. Ohne ihre Vorbereitung für die Gerichtsverhandlung hätte mich der Richter sehr verunsichert. Er fand die Unterlagen nicht in Ordnung, dabei waren wir doch mit einer Gesamteinigung am Gericht. Zu seinen Vorhaltungen, ob ich mir die Regelungen gut überlegt habe, habe ich - wie sie mir geraten haben - immer 'ja' oder 'kein Kommentar' gesagt. Das war für mich schwierig, da ich eigentlich nicht gewohnt bin, mich durchzusetzen."



Mitte Juni 2010: Skrupellose Klientin Nr. 2
"Frau Kuhn mit Ihren Unterlagen war abgesehen von ein paar Details alles ok, wir haben die Scheidung bereits hinter uns - nachdem ich Anfang April noch gar nichts davon gewusst hatte, dass sie die Scheidung wil! Wegen noch fehlender Unterlagen gab es am Gericht eine Verzögerung."
Dies berichtet der Ex-Ehemann aus W. am Telefon.

Die Exfrau hatte es aus unerfindlichen Gründen sehr eilig mit der Scheidung, sie hat nicht nur die Mediatorin mit einer Express-Scheidung auf Trab gehalten, sondern auch den Preis gedrückt und sowohl den Ehemann wie auch die Mediatorin finanziell über den Tisch gezogen.



Anfang Juni 2010: Aufwändiger Fall einer Scheidung, Ehefrau aus D. meldet sich per E-Mail
"Liebe Frau Kuhn, mein Mann hat sich länger nicht mehr gemeldet. Ich weiss nicht, was tun."

Dieser Ehemann ist derart verletzt vom Wegzug von Frau und kleinen Kindern zu einem andern Mann, dass er zu keiner Lösung Hand bietet. Er ist für Mediation nicht geeignet. Die Ehefrau war bereits mit einem Eheschutz an einem ausserkantonalen Gericht. Nun versucht sie den Ehemann zu einer Teileinigung, welche in der Rechtsberatung erarbeitet wurde, zu überreden. Wahrscheinlich bleibt ihr nichts anderes übrig, als Klage einzureichen.



Mitte Mai 2010: Ehefrau mit einem Mann, der sich nicht aussprechen kann, meldet sich am Telefon
"Mein Mann hat sich an eine andere Person gewandt, wir waren dort bereits an einer Sitzung, ich fühle mich aber überhaupt nicht verstanden, im Gegenteil, sie wollen mir noch Vorschriften machen."

Die Ehefrau verbleibt bei der Mediatorin in der Rechtsberatung und lässt die Unterlagen, welche nun die andere Person erarbeitet, durch die Mediatorin überprüfen.



Anfang März 2010: Skrupelloser Klient Nr. 1 aus X. am Telefon
"Dass sie uns noch eine Rechnung schicken, finde ich nicht in Ordnung, wir waren nur zum Vorgespräch gekommen."

Das Paar hatte während der Sitzung von 1 1/2 Std. viele nützliche Informationen und einen Leitfaden mit der Vorgehensweise für die Scheidung erhalten. Sobald Informationen zum Einzelfall bezogen werden, fängt die Uhr mit den Kosten an zu laufen.



Februar 2010: Erleichterte Ex-Ehefrau aus V. per SMS
"Liebe Frau Kuhn, am Gericht ist alles gut gegangen, einzig mein Ex hat zuerst die Gerichtsgebühren nicht bezahlt, deshalb gab es eine Verzögerung."
Dieses Paar war nur kurz verheiratet, es sollte nicht sein...


Januar 2010: Ungehaltene Ex-Ehefrau aus B. am Telefon
"Bitte schicken Sie mir nochmals ein Exemplar der Scheidungskonvention. Da ich im Moment am Umziehen bin, finde ich meine Sachen nicht mehr. Wir sind seit Längerem geschieden, jetzt streiten wir uns aber noch um die Nachsteuern, mit denen wir überhaupt nicht gerechnet hatten."

Dies wäre ein Fall für eine Nach-Mediation gewesen, leider nimmt die Klientschaft diese Möglichkeit zu selten wahr.



November 2009: Zufriedene Ex-Ehferau aus Z. per E-Mail nach der Scheidung
"Liebe Frau Kuhn, vielen Dank für Ihre Unterstützung, ohne Sie hätten wir das nie geschafft."

Diese Eheleute kamen während längerer Zeit je einzeln in die Rechtsberatung, der Exmann wollte seine Frau nicht mehr sehen. Schlussendlich haben sie sich gefunden.



September 2009: Abbruch der Mediation
"Ich muss ihnen leider sagen, dass ich kein Vertrauen zu ihnen gefunden habe, deshalb gehen wir jetzt zum Anwalt."
Ehefrau aus O. mit skeptischer Sichtweise meldet sich am Telefon.

Ein Abbruch der Mediation kommt hin und wieder vor. Je nach Konstellation stellt sich das Vertrauens-Verhältnis nicht ein oder geht verloren. Vertrauen ist ein sehr heikles Gut!



Sommer 2009: Elternpaar aus N., in einer Kampfscheidung verstrickt, meldet sich per Telefon
"Wir befinden uns in einer Kampfscheidung, unsere Kinder wollen wir da aber raushalten. Wir bitten sie, eine Mediation zusammen mit unserer ältesten Tochter, die in der Pubertät ist, durchzuführen."

Das Elterncoaching und das Aushandeln einer Elternvereinbarung für die älteste Tochter sind zur Zufriedenheit der Klientschaft abgeschlossen worden. Allerdings die Kampfscheidung, welche das Ehepaar bei einem Anwalt durchführte, hat die Firma des Ehemannes nicht überlebt. Dies war einer Berichterstattung in der Zeitung zu entnehmen!



Januar 2009: Ehefrau aus K. per E-Mail
"Sehr geehrte Frau Kuhn, eigentlich wollten wir die fertig beratene Konvention dem Gericht einreichen. Mein Mann findet jetzt plötzlich, dass er mir nicht bis zum AHV-Alter eine Rente bezahlen will."

In der Mediation war von einer zeitlich begrenzten nachehelichen Rente für die Ehefrau, welche während 22 Jahren die Kinder aufgezogen und den Haushalt geführt hatte, keine Rede. Die Mediatorin empfahl dem Paar, in eine Nach-Mediation zu kommen, es kam nicht dazu.

Das Aushandeln von nachehelichen Renten für Ehefrauen, die in der langjährigen Ehe eine traditionelle Arbeitsaufteilung gelebt haben, ist sehr anspruchsvoll. Kürzlich hat sich ein Ehemann in einem gleich gelagerten Fall dahingehend geäussert, seine Ehefrau soll nun endlich mal für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen!
Noch immer betrachten viele Ehemänner ihr Erwerbseinkommen als ihr alleiniges Eigentum, juristisch gesehen gehört aber das Erwerbseinkommen beiden Eheleuten gemeinsam. Für diese Fälle ist die Rechtsprechung des Bundesgerichts ziemlich gefestigt und die Ehefrau geht nicht einfach "leer" aus!



Ende 2008: Ein unverheiratetes Paar aus D. mit Kindern aus verschiedenen vorangegangenen Ehen will eine Eheberatung, die Frau meldet sich am Telefon:
"Wir sind schon länger zusammen, die Beziehung ist in der Krise, denn ich möchte nun endlich heiraten. Wir brauchen eine Ambivalenzberatung, um zu ergründen, ob wir wirklich heiraten wollen und wenn ja, was wir dafür brauchen."

Das Paar kam für eine 1 1/2-stündige Sitzung vorbei, um ihre Situation zu besprechen. Dem Mann gings darum, dass seine Partnerin finanziell selbstständiger wird. Letzte Rückmeldung: Das Paar hat die Krise überwunden und lebt weiterhin unverheiratet zusammen.



Mitte 2008: Ein Konkubinatspaar aus W. will sich trennen, sie haben eine gemeinsame Tochter, der Vater meldet sich am Telefon:
"Unsere Tochter ist in der Pubertät, ich trenne mich von der Mutter, was sollen wir tun, um das Besuchsrecht der Tochter bei mir möglichst umfassend zu regeln, damit wir keine Schwierigkeiten bekommen?"

Das Paar kam für eine 2-stündige Sitzung in die Mediation, sie haben eine Elternvereinbarung aufgesetzt. Diese wurde von der Mediatorin aus der allgemeinen Elternvereinbarung speziell für die konkrete Situation erstellt, unter anderem wurde darin auch der Unterhaltsbeitrag für die Tochter festgelegt. Die Elternvereinbarung wurde der Vormundschaftsbehörde am Wohnort der Mutter und Tochter eingereicht.



mk/laufende Aktualisierung seit 2008